Glossar CMS

CMS

Content Management Systems

Ein CMS vereinfacht die Verwaltung von Informationen, Bildern und anderen Inhalten, die dem Nutzer der eigentlichen Webseite angezeigt werden. Zu diesem Zweck sind deren Einstellungen und Konfigurationen meist einfach strukturiert und verständlich beschrieben. Ziel ist es auch ohne Kenntnisse der Web-Technologien wie HTML, CSS und JavaScript Webdokumente zu gestalten.

Mit der Entwicklung der Content Management Systeme wurde frühzeitig begonnen um Nutzern mit nur geringem Fachwissen ein adäquates Mittel zu Verwaltung von Internetseiten zur Verfügung zu stellen. Mit TYPO3, eines der ersten nutzbaren CMS, wurde 1997 das Management erheblich vereinfach (Ali, 2011). Eine Vielzahl von Funktionen wie das Ändern, Hinzufügen oder Löschen von Inhalten (z.B. Texte, Bilder und Tabellen) sind integriert. Dem Nutzer eines CMS stehen Editoren zur Verfügung, die dem „What You See Is What You Get“-Prinzip (WYSIWYG) entsprechen. Darunter wird ein direkt in ein Webdokument integriertes Werkzeug verstanden, welches durch die Verwendung von JavaScript ein anderes Dokument unmittelbar beeinflusst. Alle Änderungen werden für den Bearbeiter umgesetzt und sofort angezeigt. Der Aufbau, die Optik sowie die Funktionalität eines WYSIWYG-Editors sind häufig an Desktopanwendungen angelehnt um einen möglichst erwartungskonformen Umgang zu gewährleisten.

Ein CMS baut meist auf bestehenden Web-Techniken auf und lässt sich unter Verwendung dieser um weitere Funktionen ergänzen. Grundlegend wird ein Webserver in Kombination mit einer Skript- oder Programmiersprache verwendet, welche die generierten Inhalte in Datenhaltungssystemen (z.B. Datenbanken oder XML-Dateien) sowie einem Dateisystem ablegen. Da es sich bei den CM-Systemen meist um webbasierte Anwendungen handelt, kann zu deren Steuerung ein beliebiger Browser verwendet werden.

Um eine strikte Aufgabentrennung umzusetzen, sind die administrativen Bereiche, über die globale Änderungen möglich sind, von den redaktionellen, die das Ändern von einzelnen Seiten umfassen, separiert. Dies geschieht über ein Konto- (engl. Account) System, in welchem die Rechte eines jeden Nutzers verwaltet werden. Diese reichen von grundlegenden Rechten für das Hinzufügen oder Ändern der Inhalte bis hin zur selbständigen Rechtevergabe. Änderungen am CMS werden protokolliert und sind immer einem bestimmten Nutzer zuzuordnen. Die parallele Arbeit mehrerer Nutzer an einem System unterstützt die redaktionelle Arbeit. Dadurch sind mehrere Redakteure in der Lage zur gleichen Zeit Inhalte zu erstellen, welche von Lektoren überprüft und freigegeben werden können. Über eine Kategorisierung lassen sich Texte und deren Bilder entsprechend einteilen. Anschließend kann die Sichtbarkeit ganzer Kategorien oder einzelner Artikel festgelegt und für registrierte, nicht registrierte oder einzelne Nutzer veröffentlicht werden. Diese Einstellung unterliegt wiederum speziellen Vorschriften, und ist nicht für alle Accounts verfügbar.

Neben der einfachen Handhabung besitzen viele CMS erweiterbare Funktionen, wie die Suchmaschinenoptimierung und die damit verbundene Erstellung einer Sitemap. Diese umfasst direkte Links zu allen erreichbaren Seiten und wird regelmäßig von Suchmaschinen ausgelesen. Somit ist eine Grundoptimierung durch das CMS gewährleistet. Weitere Funktionen lassen sich durch Erweiterungen modular ergänzen oder auch wieder entfernen.

Quellen

Ali, K. (12. Mai 2011). History of Open Source Content Management Systems. Abgerufen am 1. August 2012 von Desizn Tech: http://desizntech.info/2011/05/history-of-open-source-content-management-systems/

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