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Usability

Brauchbarkeit
& Bedienbarkeit

Roboter vor Schaltern
Usability = Einfache Bedienbarkeit

Rund 60 Millionen Ergebnisse werden in der marktführenden Suchmaschine Google angezeigt, wenn man nach den Begriff „Usability“ recherchiert. Diese Vielzahl an Treffern lässt bereits auf den besonderen Stellenwert des Themas schließen. Dabei geben die zahlreichen Definitionen Auskunft über Herkunft, Anwendungsbereiche, Forschungsgebiete, Anforderungen und Nutzen. Nach Schuhmacher setzt sich das Wort aus dem Verb „to use“ (benutzen) und dem Nomen „ability“ (Fähigkeit) zusammen, was so viel bedeutet wie die „Fähigkeit benutzt zu werden“. Usability umfasst allgemein gesprochen Bedienerfreundlichkeit sowie technischer Verfügbarkeit und bezieht zudem Faktoren wie Benutzungseffizienz und den Grad der Zufriedenstellung mit ein [vgl. (Schuhmacher, 2012)]. Ein System sollte demzufolge benutzerfreundlich gestaltet werden und so durch den Anwender leicht genutzt werden, da es ergonomische Strukturen aufweist. Oftmals wird außerdem die wechselseitige Abhängigkeit zwischen der Gebrauchstauglichkeit und einer gelungenen Mensch-Computer-Interaktion angeführt [vgl. (Sarodnick & Brau, 2011)]. Viele Autoren wie Nielsen und Reiss geben darüber hinaus eigene Definition an, um den Begriff der Usability hinreichend zu beschreiben:

"Usability is the measure of the quality of the user experience when interacting with something - whether a web site, a traditional software application, or any other device the user can operate in some way or another. Basically usability is concerned with making systems easy to learn and easy to use." (Nielsen, Usability Engineering, 1993)
Usability deals with an individual’s ability to accomplish specific tasks or achieve broader goals while “using” whatever it is you are investigating, improving, or designing—including services that don’t even involve a “thing” like a doorknob or web page. (Reiss, 2012)

Nach Meinung von Weiermann orientiert man sich bei vielen Definitionen an der ISO-Norm 9241-11 [vgl. (Weiermann, 2004)], wonach Usability als die Effektivität, Effizienz und das Ausmaß der Zufriedenheit beschrieben wird, mit denen bestimmte Benutzer spezifizierte Ziele in einer vorgegebenen Umgebung erreichen können. [siehe. (Internationale Organisation für Normung, 1998)]. Viele dieser Erläuterungen helfen sich einen Überblick über die vielschichtige Problematik zu verschaffen.

Quellen:

  • Internationale Organisation für Normung. (1998). ISO 9241-11 - Ergonomie der Mensch-System-Interaktion. Internationale Organisation für Normung.
  • Nielsen, J. (1993). Usability Engineering. London: Academic Press Inc.
  • Reiss, E. (2012). Usable Usabilty - Simple Steps for Making Stuff Better. Indianapolis: John Wiley & Sons, Inc.
  • Sarodnick, F., & Brau, H. (2011). Methoden der Usability Evaluation: Wissenschaftliche Grundlagen und praktische Anwendung. Huber, Bern; Auflage: 2.
  • Schuhmacher, J. (2012). Usability. Abgerufen am 02. September 2012 von Controlling 21: http://www.controlling21.de/ergonomie/theorie/grundlagen/usability.htm
  • Weiermann, T. (2004). Evaluation Der Usability Von Websites Mittels Kriterienkatalogen. Norderstedt: Grin Verlag.

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